Die fünf Standardtänze

Langsamer Walzer – der Romantische

Ein Langsamer Walzer ist eine in tänzerische Bewegung umgesetzte, musikalische Liebeserklärung.

Er wird mit langgezogenen, schwingenden Bewegungen von Höhepunkt zu Höhepunkt getanzt, was ihm etwas Schwebendes verleiht. Er vereinigt fast alle technischen Finessen der Standard-Schwungtänze. Die langsame Musik und das ausgeprägte Heben und Senken in Füßen, Beinen und Körper erfordert ein hohes Maß an Balance im Paar.

Tango – der Melancholische

“Der Tango – Das sind zwei ernste Mienen und vier Füße, die sich amüsieren.” (Carlo Labin)

Der Tango wird im Gegensatz zu den anderen Standardtänzen völlig ohne Schwungbewegungen getanzt. Auch die Haltung ist anders: Dame und Herr stehen stärker versetzt zueinander, und die Oberlinie wirkt kompakter durch die stärker angewinkelten Arme. Das Setzen der Füße ohne Körperschwung lässt die Bewegung manchmal abrupt wirken, was durch schnelle Kopfbewegungen zusätzlich betont wird.

 

Wiener Walzer – der Beschwingte

Der Wiener Walzer ist der älteste der Gesellschaftstänze. er bezieht seinen Reiz aus der ständigen Wiederholung der immer gleichen Bewegung, auch wenn diese Gleichmäßigkeit heute aufgebrochen wird durch den “Import” von Fguren aus anderen Tänzen. Die hohe Geschwindigkeit zur Musik im Dreivierteltakt und die ständigen Drehbewegungen machen den Wiener Walzer zu einem sehr anstrengenden Tanz.

 

Slowfox – der Lässige

Der Slowfox wird oft als der englischste unter den Turniertänzen bezeichnet, obwohl auch Langsamer Walzer und Quickstep aus England kommen. “Der echte britische Gentleman, der mit seiner Lady einen Spaziergang im Park macht.”, so soll er sein, der Slowfox.

Dementsprechend wird er mit weniger Erheben und Absenken in Knien und Fußgelenken getanzt. Vielmehr sind weitgreifende Schritte und der Wechsel der Schulterführung typisch für den Slowfox. er ist der ruhigste und eleganteste unter den Standardtänzen, deswegen aber nicht weniger schwierig.

 

Quickstep – der Spritzige

Der Quickstep ist der lebhafteste Standardtanz. Schnelle Richtungswechsel, plötzliches kurzes Innehalten und das hohe Tempo geben ihm etwas Ungeduldiges, Quirliges. Er gilt als der “Sekt unter den Tänzen”.

Den Unterschied zwischen langsamen und schnellen Schritten trotz der hohen Geschwindigkeit deutlich sichtbar zu machen, damit nicht alles gleich schnell aussieht, sowie die Synchronität in den Füßen beider Partner zu erhalten, das sind die Schwierigkeiten dieses Tanzes, der äußerste Körperbeherrschung erfordert.